By Michael Jäckel

Seit ihren Anfängen wird die Konsumgesellschaft von einer „tiefen Ambivalenz, manchmal sogar offenen Feindschaft gegenüber dem Phänomen des Konsums“ begleitet. Diese Einschätzung eines britischen Konsumforschers scheint nach wie vor zutreffend zu sein. Das Schwanken zwischen Zustimmung und Ablehnung, die Wertschätzung von Wohlstandsgütern bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber ihrer permanenten Zurschaustellung und Bewerbung, die Begeisterung für Marken trotz des Wissens um unehrliche Kosten, all diese Widersprüche erlebt der Konsument vor dem Hintergrund einer wachsenden Produktvielfalt, die selbst wiederum gelegentlich als Überforderung eingestuft wird.
Die in diesem Buch versammelten Beiträge gehen diesen Ambivalenzen nach und geben Einblicke in historische und aktuelle Kontroversen um den Stellenwert des Konsums aus soziologischer und kommunikationswissenschaftlicher Sicht.

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Die zweite Periode umfasste die Zeit von 1840 bis 1890 und brachte die ersten großbetrieblichen Hersteller- und Sachmarken hervor, die vorrangig im Bereich der chemischen und pharmazeutischen, später auch der kosmetischen Industrie zur Anwendung kamen. Parallel dazu entwickelten sich neue Techniken der Vermarktung, wie das Inseratenwesen, aus dem später die Reklame und die heutige Werbung entstanden. Die dritte und bislang letzte Periode begann Leitherer zufolge 1890, weil es erst in der letzten Dekade des 19.

In den fünf Jahren zwischen 1895 und 1900 hatte sich beispielsweise im Deutschen Kaiserreich die Warenproduktion um mehr als ein Drittel vermehrt. Dieser stark beschleunigte Warenausstoß musste – wollte man nicht für das Warenlager produzieren – ebenso schnell wie er produziert wurde, Abnehmer finden. Die „natürliche“ Nachfrage nach Konsumartikeln reichte mit der Ausweitung der Produktion nicht mehr aus, um die Waren schnell genug in Zirkulation zu bringen. „Unnatürliche“ Nachfrage musste also geweckt werden.

Soziologische, ökonomische und psychologische Perspektiven. Opladen, S. 95-116. Bögenhold, Dieter (2001): Social Inequality and the Plurality of Life-Styles: Material and Cultural Aspects of Social Stratification. In: The American Journal of Economics and Sociology 60, S. 829-847. Bögenhold, Dieter; Fachinger, Uwe (2005): Konsummuster im Kontrast: Die Entwicklung von Einkommensverwendungsmustern bei verschiedenen Haushaltstypen im zeitlichen Wandel. ZeS-Arbeitspapier Nr. 2/2005. Bremen. Bourdieu, Pierre (1982): Die feinen Unterschiede.

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